Mittel und Wege zur Schneckenbekämpfung
Der Frühling bringt für den Gartenfreund einiges an Freude mit sich: Die ersten zarten Gemüsepflanzen, einjährige Blumen wie Stockrose oder Duftwicke, vielleicht sogar schon ein paar Sonnenblumen erblicken das Licht der Welt und beginnen, den eigenen Garten zu beleben. Doch der nächste Schneckenangriff ist nie weit. Sollten sich für Schnecken günstige Witterungsbedingungen ergeben, ereignet sich oftmals über Nacht ein wahrer Blitzangriff, der von den zarten Pflänzchen nurmehr schleimüberzogene, löchrige Relikte zurücklässt. Ein solcher heimtückischer Massenbefall hat schon manchem ambitionierten Gärtner das Gartenjahr zerstört.
Hauptsächlich Nacktschnecken ergießen sich in niederschlagsreichen Jahren förmlich mit den Regenschauern über das heimische Beet. Mit homöopathischen und pädagogisch wertvollen Mitteln wie Absammeln ist der Gartenfreund hier auf verlorenem Posten. Bevor man es aber so weit kommen lässt und zur chemischen oder biologischen Massenvernichtungswaffe greift: Dem Schneck-Gespenst kann vorgebeugt werden.
Zum Einen gibt es inzwischen Samen, die Schnecken als unappetitlich empfinden und die sie deshalb lieber nicht anknabbern. Eine hundertprozentige Garantie gibt es natürlich nicht, dass die Schnecken nicht doch kräftig zubeißen. Alleine schon bei der Standortwahl für den Gemüsegarten kann viel bewirkt werden. Schnecken meiden normalerweise sehr sonnige und trockene Orte. Kombiniert man damit die Taktik, nur morgens stark zu gießen, verleidet man vielen der schleimigen Grobiane bereits das Naschen.
Schneckenzäune helfen in vielen Fällen auch, die Ernte ertragreich und ungefressen einzufahren - aber zur Verschönerung des Gartens tragen diese reglementierenden Elemente nicht eben bei. Wer strenge Gartenteilung in Nutz- und Genussgarten bevorzugt, der kann allerdings bedenkenlos zugreifen, als optisch gliederndes Element taugen die Schneckenzäune allemal.
Ein weiteres Mittel ist Moosextrakt, den man sich ganz einfach selbst herstellen kann. Einfach ein wenig zerkleinertes Moos, wie es in hiesigen Gärten und Wäldern vorkommt, in einer Verdünnung von etwa 50g auf 1 Liter Wasser anrühren und einen Tag ziehen lassen, danach siebt man das Wasser aus und sprüht es im Garten aus.
Natürlich gibt es auch alte Hausmittel, wie das Absammeln am Abend und - was meine Mutter immer gemacht hat - sie dann mit einem Messer entzwei schneiden. Man kann sie auch mit heißem Wasser überbrühen. Beides ist sicher ein schneller Tod für sie, aber wirklich richtig brutal und eklig. Dann gibt es noch die altbekannten Bierfallen, wobei allerdings auch die Schnecken vom Nachbarn noch angelockt werden können. Außerdem muß man die ersoffenen Schnecken regelmäßig entfernen, sonst stinkt es ganz fürchterlich.
Schneckenkorn ist sicher ganz einfach in der Anwendung, doch bedeutet das einen langen, qualvollen Tod für die Schnecken, die sich langsam zu Tode schleimen. Darüberhinaus ist die Bodenbelastung nicht zu unterschätzen.
Wer lieber der Natur freien Lauf lassen will, der kann versuchen, natürliche Fressfeinde der Schnecken anzulocken. Der Igel ist wohl der bekannteste und sympathischste Gartenpolizist, aber auch Blindschleichen, Spitzmäuse, Frösche und Kröten lassen sich gerne Schnecken schmecken. Um Igel oder Blindschleichen anzulocken, reicht es manchmal, einen leidlich großen Laubhaufen mit ein paar Zweigen darin anzulegen.
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externe Links:
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