Der Rasen - Pflege und Gestaltung

Der Rasen stellt zumeist den Mittelpunkt der jeweiligen Gartenaktivität dar. Hier finden Gartenfeste und Kindergeburtstage statt, auf dem Rasen wird gegrillt, gespielt, entspannt und manchmal sogar geschlafen. Selbstverständlich sind vielen Gärtnern ihre exotischen Lieblinge wesentlich näher und sie verbringen wesentlich mehr Zeit mit deren Pflege als mit der des Rasens. Jedoch werden auch Extremgärtner die Wichtigkeit der Rasenfläche für den Gesamteindruck des Gartens bestätigen. So beschränkt sich dessen Nutzen nicht nur auf Freitzeittätigkeiten, eine gelungene Rasenanlage stellt auch eine optische Verbindung zwischen verschiedenen Konzeptzonen dar.

Praxistipp für Grillfreunde u.ä

Bei der Verwendung von einer Feuerschale, einem Feuerkorb oder einem Holzkohlegrill auf dem heimischen Rasen ist darauf zu achten, dass sich unter den Feuerstellen Steinplatten oder Ähnliches befindet. So wird verhindert, dass der Rasen Verbrennungen erleidet.

Voraussetzungen

Sicherlich gibt es mittlerweile auch Spezialzüchtungen, die mit widrigen Umständen gut klar kommen, und Gras ist zudem auch eine Pflanze die ihren Weg findet, jedoch kann man die Resultate in Bezug auf Grasdichte und Wachstumstempo klar verbessern, wenn man einige Aspekte der Rasenzucht vorab beachtet.

Rasen Bewässerung

In den eher trockenen Sommermonaten ist nahezu jeder Rasen darauf angewiesen, zusätzlich bewässert zu werden. Dies kommt nicht nur dem Gras selbst zu gute, sondern erhält auch die Vitalität des Bodens. Optisch fallen hierbei die ausgetrockneten, braunen Flecken mit nurmehr spärlichen Bewuchs auf. Diese stellen die letzte Stufe der Austrockung dar und sind nichts anderes als Verbrennungen. Selbst bei kleinen Gärten kann man dem nicht mittels Gießkanne begegnen. Hier sollte zumindest ein Rasensprenkelsystem eingesetzt werden, das im Idealfall über eine Zeitschaltuhr gesteuert wird. Zudem freut dies meistens die Kinder. Zu beachten ist auf alle Fälle der Zeitpunkt der Bewässerung. Gießen sollte man gerade im Hochsommer immer möglichst abends oder früh morgens ... zu einem Zeitpunkt, der den Pflanzen erlaubt das Wasser noch vor der Nacht aufzunehmen und zu verarbeiten, und zudem keine Gefahr besteht, daß Wassertropfen quasi als Brennglas fungieren und Pflanzen einfach verbrennen. Wie oft ein Rasen gewässert werden muss, und mit welcher Wassermenge, kann pauschal nicht beantwortet werden. Dies hängt von der Speicherfähigkeit des Untergrunds, Temperatur, Sonneneinstrahlung und nicht zuletzt von der Rasensorte ab. Die Faustregel, die von 2*wöchentlich im Sommer mit jeweils ca. 12 Liter / m² ausgeht, sollte den jeweiligen Begebenheiten angepasst werden.

Rasen düngen

Rasen benötigt primär drei Nährstoffe:

  • Stickstoff
  • Phosphor
  • Kalium

Wenn diese drei Stoffe in richtige Zusammensetzung zum Einsatz kommen, steht einem grünem Rasen nichts mehr im Wege. Im Prinzip unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Grundformen von Rasendüngern. Zunächst wäre hier der Langzeitdünger, der 3* jährlich (im Frühjahr, Sommer und Herbst) appliziert wird und seine Nährstoffe gleichmäßig frei gibt. Kurzzeitige Schwankungen in der Nährstoffversorgung werden hingegen durch Zusätze im Gießwasser ausgegelichen. Achten Sie in beiden Fällen auf die Herstellerangaben auf der Packung. Auf jeden Fall sollte man ausschließlich speziellen Rasendünger verwenden. Die Anwendung von Düngern aus dem Pflanzenzuchtbereich ist ungenügend, da diese meist nur das Wachstum fördern, nicht aber die Wurzeln. Wer einen dichten Rasen will und sich nicht nur am Rasenmähen begeistern kann, bevorzugt zweiteres.

Rasenpflege

Ist das Rasengrün erstmal fertig angelegt, bedarf es natürlich regelmäßiger Pflege. Zum einem sollte der Rasen weitestgehend von Moosbewuchs und Verfilzungen (entstehen z.B aus altem, liegengebliebenen Schnittgut) befreit werden. Diesen Vorgang nennt man Vertikutieren. Die Grasnarbe wird dabei leicht angeritzt, wodurch der Filz herausgerissen wird. Achtung: bei jungem, eben angesäten Rasen sollte auf das Vertikutieren verzichtet werden, da hierbei auch Gras herausgerissen wird. Im Anschluss empfielt sich dann gleich der Langzeitdünger, da dieser dann direkt im Boden wirken kann und nicht erst hineingespült werden muss. Ebenso ist natürlich regelmäßiges Rasenmähen absolut erforderlich -Fachleute empfehlen den Rasenschnitt sogar bis zu 2* die Woche vorzunehmen - und sollte ab einer Halmlänge von 8cm auf knapp die Hälfte gekürzt werden. Das Gras sollte entsprechend kurz gehalten werden, um die Pflanzen zur Bildung von Seitentrieben anzuregen. Dadurch wird der Rasen dauerhaft dichter und wirkt homogener.