Blumen- und Staudenbeete planen und anlegen
Pflanzenauswahl
Man sollte bei der Auswahl der Pflanzen verschiedene Faktoren berücksichtigen.
Lichtverhältnisse
Wichtig ist zum Einen natürlich die Sonneneinstrahlung, denn viele Blumen (besonders die Einjährigen) brauchen viel Sonne um ihre Blüten zu entwickeln. Andere Pflanzen wiederum werden durch die heiße Mittags- oder Nachmittagssonne zu sehr ausgedörrt. Für sie ist ein halbschattiger Platz, eventuell mit Morgensonne besser. Auch für den Schattenbereich gibt es spezialisierte Pflanzen.
Geeigneter Boden
Ein weiterer wichtiger Faktor für die Pflanzenauswahl sind die Bodenverhältnisse. Da wäre natürlich einmal der pH-Wert zu nennen. Dieser reicht von sehr sauer bis sehr basisch bzw. alkalisch. Die meisten Blumen oder Stauden gedeihen bei einem mittleren pH-Wert am besten und tolerieren Schwankungen. Es gibt jedoch auch die sogenannten Moorbeetpflanzen wie z.B. Rhododendron, die nur in einem sauren Boden gut wachsen. Sie würden in einem kalkhaltigen Boden eingehen. Die handelsüblichen Kultursubstrate haben einen mittleren pH-Wert, der für die meisten Pflanzen geeignet ist.
Humus
Nicht nur der Kalkgehalt eines Bodens ist wichtig, sondern auch die Fruchtbarkeit. Diese wird hauptsächlich durch den Humusanteil bestimmt. Ein humusreicher Boden hat mehr Nährstoffe natürlich durch die abgestorbenen Pflanzenteile, die zu Humus zersetzt werden, er kann aber auch mehr Wasser und Nährstoffe speichern. Deshalb wird er auch schwerer bzw. fetter Boden genannt. Hier gedeihen Blumen und Stauden mit einem hohen Nährstoffbedarf. Andere Pflanzen dagegen brauchen einen gut durchlässigen Boden mit einem hohen Sand- und Kiesanteil. Dieser hat eine geringere Speicherkapazität und neigt weniger zur Vernässung. Viele trockenheitsresistente oder Wildpflanzen bevorzugen diesen leichten Boden.
Bodenvorbereitung
Anders als für Freiflächen werden in Beeten meist Blumen und Sträucher mit einem höheren Nährstoffgehalt angepflanzt. Dafür muß der Boden vorbereitet werden. Am besten geschieht dies durch Umgraben oder durch Austausch der oberen Bodenschicht mit Torf und Humus für Moorbeetpflanzen oder Aufbringen von Kultursubstraten bei einem sehr kalkhaltigen Boden. Zusätzlich kann noch Humus, Kompost oder Volldünger mit eingearbeitet werden. Je dunkler und krümeliger der Boden umso nährstoffreicher und schwerer ist er.
Bepflanzung
Höhere Pflanzen oder Stauden, die sogenannten Leitpflanzen, sollten weiter hinten stehen. Die Begleitpflanzen kommen dann dazwischen oder davor, so daß die Pflanzenhöhe gut abgestuft ist. So kommen alle Blumen gut zur Geltung. Auch die Wuchsform ist wichtig, denn die Pflanzen wachsen nicht nur in die Höhe sondern auch in die Breite. Damit ausladende Blumen nicht kleinere erdrücken, sollte man ihnen von vornherein genügend Platz lassen.
Pflanzt man nicht nur langblühende Sommerblumen, dann müssen auch die unterschiedlichen Blühzeiten beachtet werden. Schließlich sollen die Farbtupfer doch möglichst gleichmäßig verteilt sein.

